14 Apfel "Elstar"
Herkunft und Züchtung
Der Elstar wurde 1955 in den Niederlanden am Institut für Gartenbau in Wageningen gezüchtet. Seine Elternsorten sind der Golden Delicious (bekannt für seine Süße und feine Textur) und die Sorte Ingrid Marie (beliebt wegen ihres aromatischen, leicht säuerlichen Geschmacks). Aus dieser Kreuzung entstand ein Apfel, der beides vereint: die Süße und Zartheit des Golden Delicious mit der Würze und Frische von Ingrid Marie. In Deutschland wurde der Elstar ab den 1970er-Jahren bekannt und ist heute eine der am häufigsten angebauten Sorten.
Aussehen
- Größe & Form: mittelgroß, rundlich bis leicht abgeflacht, oft etwas unregelmäßig in der Form.
- Schale: Grundfarbe gelblich-grün, überzogen von einer kräftig roten bis orangeroten Deckfarbe, die häufig gestreift oder marmoriert wirkt. Je nach Sonneneinstrahlung während des Wachstums variiert der Rotanteil stark.
- Besonderheit: Die Schale ist dünn, kann aber etwas rau wirken, was ihn von sehr glatten Sorten wie Gala unterscheidet.
Fruchtfleisch & Geschmack
- Farbe: cremeweiß bis leicht gelblich.
- Konsistenz: fest, knackig, feinzellig und ausgesprochen saftig.
- Geschmack: Der Elstar gilt als aromatisch, frisch und ausgewogen. Er hat ein lebendiges Süße-Säure-Verhältnis, das ihn spritziger macht als reine Süßsorten. Neben dem fruchtigen Grundgeschmack besitzt er eine feine würzige Note, die Kenner schätzen.
Ernte & Reife
- Erntezeit: Ende September bis Anfang Oktober.
- Genussreife: Oft erst nach ein bis zwei Wochen Lagerung erreicht der Elstar sein volles Aroma. Direkt vom Baum schmeckt er oft noch etwas säuerlicher.
- Lagerfähigkeit: Unter kühlen Bedingungen bleibt er bis ins Frühjahr genussfähig, wobei er mit der Zeit weicher wird.
Verwendung
- Tafelapfel: Besonders beliebt zum direkten Verzehr wegen seines saftigen und erfrischenden Geschmacks.
- Küche: Gut geeignet für Obstsalate (bleibt relativ stabil, färbt sich nicht zu schnell braun), Kuchen und Strudel (bleibt aromatisch beim Backen) sowie für Apfelsaft oder Mus.
- Besonderheit: Wegen seiner guten Balance von Süße und Säure zählt er zu den Allroundern in der Küche.
Anbau & Besonderheiten
- Bäume: Elstar-Bäume sind relativ ertragreich, brauchen aber sonnige Standorte für eine schöne Rotfärbung und volles Aroma.
- Krankheitsanfälligkeit: Anfällig für Schorf und Mehltau, weshalb er im Erwerbsanbau Aufmerksamkeit erfordert.
- Beliebtheit: In Deutschland gehört Elstar seit Jahren zu den meistverkauften Äpfeln, oft auch als „Standard-Apfel“ in Supermärkten.
👉 Fazit:
Der Elstar ist ein klassischer europäischer Tafelapfel mit kräftiger roter Färbung, knackig-saftigem Fruchtfleisch und einem ausgewogenen süß-säuerlichen Aroma. Er vereint Frische, Würze und Saftigkeit und ist damit sowohl pur als auch in der Küche vielseitig einsetzbar.
Dieser Baum wurde von der Familie Elgert aus Benrode zum Geburtstag von Heiko Elgert gespendet und am 27. September 2025 gepflanzt.