7 Apfel "James Grieve"

Herkunft

  • Züchtung durch James Grieve in Edinburgh (Schottland) um 1893.
  • Wurde schnell in ganz Europa verbreitet, besonders in Deutschland beliebt.

Baum

  • Wuchs: Mittelstark, eher breit und etwas hängend in der Krone.
  • Ertrag: Früh einsetzend, regelmäßig und hoch, allerdings mit Neigung zu Fruchtfall, wenn er überreif wird.
  • Standort: Anspruchslos, gedeiht auch in kühleren und feuchteren Regionen gut. Verträgt Halbschatten, ist aber windempfindlich.
  • Blüte: Früh bis mittelfrüh, gute Befruchtersorte (z. B. für Cox Orange, Goldparmäne, Klarapfel).

Frucht

  • Größe/Form: Mittelgroß bis groß, rundlich bis leicht kegelförmig.
  • Schale: Dünn, glatt, zunächst grünlich-gelb, zur Reife sonnenseitig mit rot-orange gestreifter Deckfarbe.
  • Fleisch: Saftig, gelblich-weiß, mittelfest, eher zart, bei Vollreife weich werdend.
  • Geschmack: Sehr aromatisch, erfrischend süß-säuerlich, mit feiner Würze. Jung geerntet knackig und spritzig, später weich und mild.

Reife und Verwendung

  • Pflückreife: Anfang/Mitte September.
  • Genussreife: Direkt nach der Ernte bis Oktober – nicht besonders lagerfähig, da das Fruchtfleisch schnell weich wird.
  • Verwendung:
    • Tafelapfel – frisch vom Baum besonders geschätzt.
    • Küchenapfel – ideal zum Backen (zerfällt leicht, macht saftige Kuchen und Strudel).
    • Most und Saft – sehr gut geeignet, gibt aromatisch-säuerlichen Saft.

Besonderheiten

  • James Grieve gilt als universeller Herbstapfel, der in der Küche vielseitig eingesetzt werden kann.
  • Wegen seiner Saftigkeit und der dünnen Schale empfindlich beim Transport.
  • Eignet sich gut für naturnahe Obstgärten und Streuobstwiesen.
  • Heute weniger im Handel, eher bei Direktvermarktern oder in privaten Gärten zu finden.


👉 Zusammengefasst: Der James Grieve ist ein früher, aromatischer, saftiger Herbstapfel mit kurzer Haltbarkeit, ideal zum Frischessen und Backen, weniger für lange Lagerung.

Dieser Baum wurde am 12.09.2025 gepflanzt.